Donnerstag, 23. Juni 2016

Dienstag, 21. Juni 2016

Ankern auf Griechisch

Da wir mit unseren letzten Ankerversuchen wenig Glück hatten, haben wir heute einen Engländer erstanden, einen Lewmar Delta-Anker 20 kg. Er wurde mir von vielen Mittelmeerseglern empfohlen. Allein die Bauart sieht wesentlich aggressiver aus, als der schön runde Bruce-Anker. Im Binnenrevier mit morastigen Gründen hat er uns toll gehalten. Leider versagte er uns hier häufiger seinen Dienst.
Also, da im Marine-Shop lag so ein Teil, doch passt er denn nun in unsere Vorrichtung am Böötchen? Auf die Frage, ob ich diesen Anker mal an Bord ausprobieren darf, bekam ich eine Abfuhr. Der Anker könne ja einen Kratzer abbekommen und dann sei er nicht mehr zu verkaufen. Na ja, wer da einen Kratzer abbekommt, ist sehr fraglich. Aber messen durfte ich. Mit letzten Zweifeln wurde er dann erstanden! Und wenig später an Bord - er passt! Jetzt muss er nur noch halten.
Und, jetzt haben wir drei Anker an Bord, denn der "Alte" Niroanker ist doch zu schade zum Entsorgen. Was bei uns so alles an Bord passt! Gina verkauft ihn irgendwann, wenn wir wieder in Berlin sind bei eBay.
Jetzt könnten wir weiter, wenn da nicht ein Sturmtief anfangen würde üppig zu blasen. Alles scheppert an Bord, aber wir liegen sicher, wenn auch nicht ganz preiswert. Ich denke, wir werden es morgen stürmen lassen und noch mal Athen besuchen.
Der Abend wurde mit unseren britischen Nachbarn, Gill und Richard, nett in der Taverne bei ...Minas verbracht. Da kann man sagen, so ist griechisches Essen!
Ach noch ein kleiner Hinweis an die Leser --- ich hatte das Gästebuch geschlossen, nachdem einige Blödmänner versucht haben Sex, Drugs and Rockn Roll darüber zu bewerben. Das ist jetzt wieder offen! Insbesondere Norbert, ich hoffe dir geht es gut!

Kea und zurück oder Ankern, was ist das?

Heute wollten wir nun zur ersten Kykladeninsel segeln. Der Wetterbericht sagte für Dienstag und Mittwoch heftigen Wind voraus aber die Bucht der Insel Kea sollte rundum sicher sein. Also fuhren wir zuerst um die vorgelagerte Insel. Als wir am nördlichen Kap angekommen waren, war der Wind weg! Also unter Maschinenkraft nach Kea. Dort angekommen, legten wir uns rückwärts mit zwei über 50 m langen Leinen an einen alten Kohlebunker, der noch Möglichkeiten zum anlegen hatte. Der Anker wurde in den Sand gelegt und rückwärts kräftig eingefahren. Eine Tauchexpedition zeigte, der Anker hatte nicht richtig gefasst und lag nur mit einer Hälfte im Boden eingebuddelt. Beim nachziehen der Kette verschwand er komplett im Boden. Dann kam der Wind zurück und blies von der Seite. Der Anker rutschte. Also wieder ins Wasser, die Enden einziehen und Anker auf! An einer anderen Stelle 2. Versuch! Der Anker rutschte erneut! Dann an dieser Stelle 3. Versuch, aber mit der Spitze in den Wind - der Anker rutschte sofort! Unser Anker mochte mal wieder den Boden nicht. Tief gefrustet, verließen wir die Bucht, zurück zur Marina Olympic - dort wird jetzt ein (richtiger) Anker erstanden! Mein Zickchen von Anker scheint mit morastigem Boden gut klar zu kommen, aber nicht mit diesem Sand/Stein-Gemisch der hier meistens anzutreffen ist.
Diesmal trieb es uns um das andere Kap, der Olympic Marina vorgelagerten Insel. Also einmal um Nisos Makronisos. Hat ja auch was!

Montag, 20. Juni 2016

Sonntag, 19. Juni 2016

Putz- und Waschtag

Es gibt Tage, da muss man ebend durch. Die Wäsche muss wieder in Ordnung gebracht werden und das Böötchen erwartet Pflege. So dann heute geschehen, bei 36 Grad im Schatten. Wasserspiele beim Putzen sind da dann schon angenehm. Die Wäsche trocknete schneller, als sie gewaschen wurde. Achim sendete uns noch die Abschiedsfotos von Vortag incl. seiner schönen Yassou.
Hallo Achim, solltest du das lesen, wir waren am Abend noch mal in unserer Taverne " Mino" in Lavrion. Es war das beste Essen, das wir seit Wochen hatten. Diesmal mussten wir die Rechnung nach oben korrigieren, es fehlten Biere auf der Rechnung.

Samstag, 18. Juni 2016

Typisch Deutsche Gedanken zu Athen, 18.06.2016

Der Tag verspricht einer der heißesten des Jahres zu werden aber wir wollen auf die Akropolis! Nach ausgiebigem Frühstück, bei hochsommerlichen Temperaturen bereits am Morgen, verabschieden wir uns von Achim und Nina, die heute noch wieder weiterziehen wollen. Wir hingegen sitzen in unserem klimatisierten Suzuki Alto und fahren - nach den Erfahrungen vom Vortag - mit ihm direkt zum Syntagma - Platz. In einer Ouerstraße finden wir einen Parkplatz und kaufen für 2€ ein Parkticket am Eckkiosk. Eine tolle Regelung. Dort gibt es neben Zeitungen, Fahrscheinen für die Metro eben auch Parkscheine für die geregelten Parkzonen. Die Kioskleute helfen einem weiter und so steht unser Autochen sicher und zentral! Dann mit dem Rundfahrtbus von gestern bis zur Akropolis. Aus dem Bus ausgestiegen, sieht man sein Ziel hoch oben deutlich vor Augen. Bei 38 Grad ist der Aufstieg jedoch immer noch beschwerlich. Man muss den Weg nach oben erahnen. Nur Hinweisschilder für das Dionysos-Theater. Jedoch oben angekommen ein Ticketschalter. 20€ Eintritt pro Person. Für uns ein durchaus angemessener Preis. Leider kann man nur in bar bezahlen, da die Kartenautomaten außer Betrieb sind. Zum Glück hatten wir genug Bares dabei, sonst wär die Besichtigung bereits jetzt gescheitert. Kurz dahinter ein Schalter mit der Aufschrift "Guide". Wir also hin. Gibt es hier einen Audio-Guide, wie wir es aus vielen historischen Stätten gewohnt waren? Nein! Nur einen menschlichen Guide, der für eine einstündige Führung in englischer Sprache 100€ haben wollte. Wir verzichteten dankend. Also hinauf, mit heftigem Trinkwassergenuß. Es ist schon toll, was die alten Griechen da so gebaut haben, das Parthenon, der Athena Tempel, auf dem Weg dahin das Theater des Dionysos und ...... Ein Wunder, was dort, mit den Mitteln von vor vielen Tausend Jahren, die Menschen geschaffen haben. Leider bleibt uns der Weg ins Parthenon versperrt, da dort seit vielen Jahren restauriert wird. Kräne und Gerüste versperren das Bild. Schienen wurden verlegt, damit die Steine transportiert werden können. Es liegt viel altes Gestein herum, von dem man offensichtlich weiß wohin diese gehören, aber da sind sie eben nicht! Nach den vielen Eindrücken hinab ins Akropolis- Museum. Hier wird ersichtlich, was man alles von der Akropolis mit seinen Gebäuden weiß. Es gibt viele mythische Szenen, in Stein gemeißelt, zum Teil bereits super restauriert, ein Genuss! Nachdem wir dort auf Normaltemperatur heruntergekühlt waren, zog es uns nach Plaka, der Altstadt von Athen. Wieder steht Wunderschönes neben verlassenen Schrottgebäuden. Nach einiger Zeit haben wir dann genug Pflaster getreten und fahren mit Zwischenstopp bei Lidl zurück zum Boot. Ein Abendessen in Lavrion beendet den Tag.

Für mich bleibt eine ungelöste Frage - warum machen die Griechen nicht mehr aus dem, was ihnen die Vorfahren und die Natur überlassen hat?



Athen, mit Überraschung, 17.06.2016

Es sollte ein enorm heißer Tag werden, aber, man ist ja schließlich nicht immer in dieser Gegend. Also mussten wir da durch. Mit dem gemieteten Kleinwagen fuhren wir bis in die Nähe vom Flughafen, weil man dort den Wagen gut parken kann und eine U-Bahn bis in die City geht. Der erste Punkt - parken - stellte sich als wahr heraus. Und dann in die U-Bahn. Am Fahrkartenschalter fragte ich, ob man von hier in die City von Athens fahren könne. Vollkommen richtig kam die Antwort: Nai - also ja. Wenig später, im ganzen Bahnhof waren keine Streckenpläne zu finden, kam ein Zug. Wir also dort rein. Leider erwischten wir eine Suburban Railway, die mit uns einen gigantischen Umweg fuhr. Am Umsteigebahnhof fuhr dann auch noch vor unserer Nase der Zug nach Athen weg. Der Nächste - in einer Stunde! Also bei 35 Grad am A.d.W. (Arsch der Welt) eine Stunde zu warten überstieg meine Toleranzschwelle. Taxi! Dieses fuhr uns dann für 13 € zum zentralen Syntagma - Platz. Dort, nach einem Besuch bei Mac Donalds direkt in den Bus für die Stadtrundfahrt. Einmal rund Athen und Piräus, mit Erklärung was man sieht. Inzwischen zeigte das Thermometer 38 Grad an. Zum Glück konnten wir uns im Bus in den Schatten setzen. Vorbei an der Akropolis mit dem Parthenon, dem Zeus-Tempel, dem Hadrians Tor, ....... Viele Sehenswürdigkeiten die wir dann morgen zum Teil noch belaufen wollen. Dann umsteigen in den Bus zur Piräusrunde. So viele Kreuzfahrer an einem Ort hatte ich noch nie gesehen. Eine beeindruckende Kulisse und ein schöner Blick auf die Buchten. Dann ein klingelndes Telefon! Am Apparat - unser Clubkamerad Achim Zogbaum! Die Überraschung war perfekt, als er uns erklärte auch in der Olympic Marina zu liegen. Nachdem wir zurück gefahren sind - diesmal mit der richtigen Linie - folgte noch ein netter Bord- und Tavernenabend mit Nina und Achim.

Freitag, 17. Juni 2016