Von meinem Sony Xperia™-Smartphone gesendet
Mittwoch, 13. Mai 2015
12. Etappe Düsseldorf - Hitdorf
Das Ürige war der richtige Absacker, somit haben wir die Nacht ruhig im Hafen von Düsseldorf verbracht. Nach gutem Frühstück lagen die nächsten 40 km stromaufwärts an. Wasserfilter gereinigt, Öl kontrolliert, und dann gegen 9.40 Uhr los. Wir haben inzwischen gelernt, stets die Innenkurven zu fahren und können die Geschwindigkeit der Frachtschiffe besser abschätzen. Häufiges Seitenwechseln lohnt tatsächlich. Wir kommen mit ca. 5 km pro Std. voran. Das Seitenwechseln bereitet uns keine Probleme mehr, jedoch müssen wir in den Kehren sehr auf die Wassertiefe achten. Je dichter man am Ufer fährt, desto schneller kommt man gegen den Strom an. Nur eine kurze Unaufmerksamkeit - und Naima sitzt auf dem weichen Sandboden des Rheins auf. Ein Haken um 180 Grad, Strömung seitlich und schon ist man wieder frei. Dann kommt Dormagen, jetzt weiß ich warum dieser Ort so heißt. In der Linkskurve drängen uns drei Containerfrachter an das linke Ufer, am rechten Ufer sind Gastanker vor Anker und dazwischen drängelt sich noch der Frachtverkehr stromabwärts. Der Verkehr kann einem schon ganz schön auf den Magen schlagen. Am Abend liegen die ersten 80 km Rhein hinter uns. Klingt schon ganz ordentlich. Wir machen im Yacht-Club Wuppertal-Hitdorf fest. Da haben wir es natürlich mal wieder super getroffen. Der Kanzler hilft uns beim anlegen (Name des Clubkameraden😀), die Gastronomie versorgt uns mit frischem Kölsch und an sonsten sind alle Kameraden sehr nett und an uns und unserem Vorhaben sehr interessiert. Nach einem kurzen Rundgang durch das niedliche Hitdorf fallen wir nach einigen Kölsch ins Bett.
Dienstag, 12. Mai 2015
Nachtrag zum Abend in Düsseldorf
Der Rundgang durch die Altstadt hat sich gelohnt. Schöne Stadt. Im Ürige gab es natürlich noch einen ordentlichen Absacker. Altbier, wie man es gut verträgt.
11. Etappe Duisburg -Düsseldorf
Wir hatten uns nach 10 Tagen Kanalfahrt eine Pause verdient, einen Tag in dem Außenhafen Duisburg und nervliche Aufbauarbeit durch den Hafenmeister. Habt ihr den Fenzl? (Rheinführer) Nee!? Könnt ihr oben im Yachtshop kaufen! Was ist GLW? .??? ( gleichwertiger Wasserstand) Da hat einer eine Latte ins Wasser gehalten und hat festgestellt, dass an dieser Stelle eine bestimmte Tiefe ist. Das bedeutet dann, dass die Fahrtrinne eine Tauchtiefe von 2,50 m hat. Beispielsweise Ruhrort hat GLW 225, bedeutet mindestens Wassertiefe 2,50 m -klar! Logisch! Wo bekommt man so eine Tabelle?
Dann wichtig, der Hafenmeister outete sich als Segler. Er hat ein Segelboot, dass nur 5 kn. schnell motort. Damit fährt er auch den Rhein hoch. Leute, eben nur schön langsam über Grund. Wie schnell seid ihr? 6 kn! Da seid ihr ja fix unterwegs. Kein Problem, fahrt nur immer schön die Innenkurven und ihr kommt da hoch. Übrigens, passt auf die Schiffe bergab auf, die sind irre schnell.
Also in die Bordbibliothek geschaut, siehe da Fenzl - Der Rhein - alles da! Tank voll, Wasser nachgetankt, kleine Reparaturen an Bord, neue Antenne installiert, Stadtbummel und relaxen!
Am kommenden Morgen geht's nach ordentlichem Frühstück und Betankung der Dieselreserven los. Leute - was für eine Strömung. Start im Außenkanal mit 6 kn. Spitze im Rhein, 2kn über Grund! Also rüber auf die andere Seite - Innenkurven! Oh sind die Frachter schnell! Doch nach dem kreuzen vieler ostseeähnlichen Wellen sind wir außen in der Innenkurven. Booh - 3kn über Grund - 6 kn durchs Wasser. Nun viel Zeit! Fußgänger laufen an uns vorbei. Alles normal. Auch auf diese Weise geht es voran. Siehe da, gegen 17.00 Uhr an Düsseldorf, direkt an Hannelore Krafts Palast unter dem Fernsehturm. Morgen geht's weiter!
Dann wichtig, der Hafenmeister outete sich als Segler. Er hat ein Segelboot, dass nur 5 kn. schnell motort. Damit fährt er auch den Rhein hoch. Leute, eben nur schön langsam über Grund. Wie schnell seid ihr? 6 kn! Da seid ihr ja fix unterwegs. Kein Problem, fahrt nur immer schön die Innenkurven und ihr kommt da hoch. Übrigens, passt auf die Schiffe bergab auf, die sind irre schnell.
Also in die Bordbibliothek geschaut, siehe da Fenzl - Der Rhein - alles da! Tank voll, Wasser nachgetankt, kleine Reparaturen an Bord, neue Antenne installiert, Stadtbummel und relaxen!
Am kommenden Morgen geht's nach ordentlichem Frühstück und Betankung der Dieselreserven los. Leute - was für eine Strömung. Start im Außenkanal mit 6 kn. Spitze im Rhein, 2kn über Grund! Also rüber auf die andere Seite - Innenkurven! Oh sind die Frachter schnell! Doch nach dem kreuzen vieler ostseeähnlichen Wellen sind wir außen in der Innenkurven. Booh - 3kn über Grund - 6 kn durchs Wasser. Nun viel Zeit! Fußgänger laufen an uns vorbei. Alles normal. Auch auf diese Weise geht es voran. Siehe da, gegen 17.00 Uhr an Düsseldorf, direkt an Hannelore Krafts Palast unter dem Fernsehturm. Morgen geht's weiter!
Sonntag, 10. Mai 2015
10. Etappe Datteln - Duisburg, Tag der Entscheidung
Da in Datteln beim MBC Lünen die Duschen inclusive waren, sind wir gegen 9.40 Uhr blitzblank gestartet. Vor uns lagen 5 Schleusen und die ersten Kilometer den Rhein gegenan. Die Fahrt durch ein altes Industriegebiet war nicht besonders interessant. Da wir ausschließlich abwärts schleusten und dabei einen Höhenunterschied von 35,9 m zurück legten, waren wir noch relativ entspannt. Die letzte Schleuse in der Ruhr hatte leider am Sonntag Ruhetag, so dass wir den kleinen Umweg durch den Hafen von Duisburg machen mussten. Dann in den Rhein. Leute - echt gewöhnungsbedürftig - die Schiffer fahren dort stromaufwärts etwa mit 10 kn. Naima macht etwa 6kn - durchs Wasser. Abzüglich der Strömung bleiben noch 2 kn über Grund, etwa so viel wie ein Fußgänger. Dabei ziehen die Schiffe riesige Wellen hinter sich her und durch die starken Verwirbelungen wird Naima hin und her geworfen. Ständig hat man mit den Kurskorrekturen zu tun. Wir werden wohl kleinere Etmale zurücklegen, bis wir wieder in ruhigerem Gewässer sind. Aber wir schaffen das!
Gegen 19.00 Uhr sind wir in der Marina Duisburg fest gewesen und haben beschlossen morgen unseren ersten Ruhetag einzulegen. Ein langer - zum Schluss erfahrungsreicher Tag geht zu Ende.
Gegen 19.00 Uhr sind wir in der Marina Duisburg fest gewesen und haben beschlossen morgen unseren ersten Ruhetag einzulegen. Ein langer - zum Schluss erfahrungsreicher Tag geht zu Ende.
Samstag, 9. Mai 2015
9. Etappe Münster - Datteln/Herne
Nach unruhiger Nacht wird der Autor morgendlich aktiv. 40l Diesel verschwinden im Bauch von Naima, der Wasserfilter wird gereinigt, der Hackenporsche ausgepackt und Dieselnachschub heran gekarrt. 850m vom Hafen gibt es eine Tanke und auf dem Weg dahin einen Bäcker sowie einen Pennymarkt. Das Leben ist wieder gesichert, weil alle Bordvorräte bis auf Anschlag gefüllt werden können. Frau Kapitän ist sofort bei der Sache, sodass der Weiterfahrt nichts im Weg steht. Die Fahrt lässt uns schöne Häuser und gepflegte Landschaften sehen und eben die Buga an Bord eines Frachtschiffes. Wir entscheiden uns gegen 16.00 Uhr in den Hafen des MBC Lünen einzulaufen und werden dort sehr freundlich aufgenommen. Endlich kann auch der Wasservorrat wieder gefüllt und die Wäsche gewaschen werden. Der Hafen liegt in einer stillgelegten Schachtschleuse des alten Dortmund - Ems - Kanals. Daher ist die Wassertiefe für uns mal wieder tief genug. Der Abend wird beim nahegelegenen Griechen beendet. Rhein wir kommen!
8. Etappe Recke - Münster
Am Morgen sollte der Wasservorrat wieder aufgefüllt werden. Am Vortag haben wir beim Hafenmeister auch 50 Cent für etwa 100 l bezahlt. Also Schlauch ausgerollt, Wasserspritze aufgesteckt, Hahn aufgedreht und nichts! Es stellte sich heraus, dass der Hafenmeister leider vergessen hatte, uns eine Wertmarke für Frischwasser zu geben. Das Büro ist aber erst ab Mittag besetzt. Na gut, eigentlich wollten wir ja auch nur unser Deck vom Dreck des Vortages befreien. Also weiter mit Dreck an Deck. Dafür machte es an der Hafenausfahrt diesmal nicht Dong am Kiel. Offensichtlich haben wir am Vortag eine Schneise geschlagen. Ca. gegen 11.00 Uhr haben wir unseren nordwestlichsten Punkt unserer Reise erreicht und biegen in den Dortmund-Ems-Kanal ein. Nun noch ca. 40 km bis zur Schleuse Münster. Hier geht es mal wieder kräftig bergauf. Am Schwimmpoller eine entspannte Angelegenheit. Dann noch 6 km bis zum Stadthafen Münster. Dort legen wir auf ca. 2,5m Wassertiefe direkt vor einem Jazzschuppen an. Die Tara liegt vor einem Mediterranen Restaurant. Hinter uns ein alter Speicher, ausgebaut zu diversen Galerien und Künstlerateliers. Macht alles einen guten Eindruck. Nach einem Rundgang durch die Stadt, mit wahnsinnigen Fahrradfahrern in Hülle und Fülle haben wir beschlossen an Bord zu essen und am Folgetag weiterzufahren. Der Abend gestaltete sich mit einem Ehepaar aus Koblenz, Karl und Anne, recht fröhlich, zumal wir direkten Zugang zum Frischpils des Restaurants nebenan hatten. Ein künstlerischer Event mit für uns schwer zu ertragender Musik und Bildern per Projektor quer über den Hafen beendete den Abend sehr spät. Eben Kunst.
Donnerstag, 7. Mai 2015
7. Etappe - Bad Essen nach Recke
Nach dem wir eine Nacht an einer Baustelle verbracht haben und die Regen- und Sturmgeister in der Nacht ihr Werk getan haben, sind wir nach einer teuren Dusche (5€ für uns beide) gegen 9.45 Uhr weiter gefahren. Das Schiff inclusive des Innenbereiches war mit Sand überzogen, der uns von der Baustelle an Bord geweht wurde. Eine neue Herausforderung für die Schiffseignerin. Der Skipper musste steuern, frühstücken und später Kleinigkeiten reparieren. Nach ca. 5 regnerischen Stunden sind wir in den Hafen Recke eingelaufen. Nach den Erfahrungen des Vortages wurde zuvor Kontakt mit dem Hafenmeister per Telefon aufgenommen. Nein! An der Einfahrt gibt es keine Schwelle, der Hafen ist versandet mit mindestens 1,70 m Tiefgang. Eine Aussage die uns optimistisch stimmte. Also lass es uns versuchen - gaaanz langsam. Und an der Einfahrt ein leises Gong an dem Kiel - als wir jedoch bereits über die Schwelle hinweggefahren waren. Also doch wieder eine Schwelle. Danach zuerst größere Tiefe, und dann zeigt das Echolot stets Null an. Bis in den Stand. Wenn dieser Morast Sand wäre, würden alle Betonhäuser zusammenfallen.
Dann wurde erneut der Wasserfilter vom Motor gereinigt. Wieder hatte ich den Eindruck einen Teefilter mit dem morgendlichen Schwarztee vor mir zu haben. Nach soviel Dreck im Wasserfilter musste ich den Impeller kontrollieren. Und richtig - eine Flunke fehlte. Also einen Neuen eingesetzt. Nun ist alles bereit für unsere morgige Etappe nach Münster. Übrigens, Bier und Essen ist im Hafen ganz ok. Recke, zwar alt, aber nicht sonderlich interessant. Wenn man weniger als 1,80 in die Tiefe ragt, kann man hier gut übernachten.
Dann wurde erneut der Wasserfilter vom Motor gereinigt. Wieder hatte ich den Eindruck einen Teefilter mit dem morgendlichen Schwarztee vor mir zu haben. Nach soviel Dreck im Wasserfilter musste ich den Impeller kontrollieren. Und richtig - eine Flunke fehlte. Also einen Neuen eingesetzt. Nun ist alles bereit für unsere morgige Etappe nach Münster. Übrigens, Bier und Essen ist im Hafen ganz ok. Recke, zwar alt, aber nicht sonderlich interessant. Wenn man weniger als 1,80 in die Tiefe ragt, kann man hier gut übernachten.
Mittwoch, 6. Mai 2015
6. Etappe Sachsenhagen - Bad Essen - nicht unser Tag!
Wir hatten alles in Sehnde aufgefüllt, also konnten wir am Morgen nach dem Aufstehen gleich los. Frühstück während der Kanalfahrt. Nach dem Frühstück meldete sich bei Kilometer 104 plötzlich unser Motor, es gab einen Schlag an unserem Schiff und anschließend lief der Motor unrund. Erschütterungen des Schiffes ließen mich Fahrt herausnehmen. Ich glaubte eine Baum getroffen zu haben. Rückwärts Gas schien das Problem zu lösen, der Motor lief wieder runder jedoch nicht lange. Dann fing er an zu überhitzen. Die Tara kam uns zur Hilfe und zog uns hinterher. Ich stellte fest, dass der Wasserfilter aussah wie der Teefilter am Morgen, wenn man sich einen Tee aufbrühen will. Also ausspülen zusammenbauen und weiter geht's. Alles schIen wieder ok. Unser Ziel sollte Bad Essen darstellen. Wir kamen jedoch wegen 5 langsamen Frachtschiffen vor uns nur langsam voran. Die Unwetter vom Vorabend hatten den Mittellandkanal schwer verschmutzt. Also langsam über das Wasserstraßenkreuz über die Weser. Im Hintergrund die Porta Westfalica und dann weiter - schön langsam. Nach Unterlagen der Zeitschrift Boote sollte in Bad Essen ein Hafen mit 3m Wassertiefe sein. Als wir dort ankamen waren vor und hinter uns Berufsschiffe, sodass keine Zeit war viel zu überlegen. Also rein in den Hafen bei heftigen seitlichen Böen. 3m geben einem Sicherheit. Leider sollte sich herausstellen, dass die Einfahrt eine Querbarre hatte mit einer Wassertiefe von ca 1,75 m. Naima sprang aus dem Wasser und ließ sich nicht mehr bewegen. Wir lagen in der Einfahrt hoch, leider nicht trocken. Der nächste Frachter zog das Wasser aus dem Hafen, sodass sich unsere Naima beängstigend auf die Seite legte. Hubert kam uns von Land aus zur Hilfe. Er hatte in der Zwischenzeit angelegt. Wir versuchten mit zwei Enden die wir über Winschen spannten sowie Maschine voll Rückwärts wieder von der Barre herunterzukommen. Nachdem Hubert ins Wasser gefallen war, sich eine Rippe gebrochen hatte und wir vollkommen unverschämten Funkverkehr mit Schiffern erlebt haben, schwamm Naima wieder. Leute - ich dachte immer Arschlöcher leben in Berlin - nein!!! - sie fahren auf Binnenschiffen am Mittellandkanal! Statt wie über Funk gebeten, Fahrt aus dem Schiff zu nehmen, wurde weder Fahrt aus dem Schiff genommen noch die Schraube angehalten, sodass Naima fast ohne Wasser auf der Seite lag. A.-Loch! Wir schwammen wieder. Offensichtlich haben wir jetzt eine neue Delle im Gußeisen. Nun dann- Bad Essen hat einen neuen Jachthafen auf der Gegenseite des Kanals. Sieht toll aus - aber kommen wir da rein? Der neue Hafen soll für große Schiffe sein. Im Hafen lagen Schiffe, Eigner riefen auf Befragung- ja mindestens 2,5 m -. Also da langsam rein - und Bumms. Von wegen 2,5m. Ja nach einer Barre von 1,70 m. Jetzt reichts! Da wir sehr langsam einfahren wollten haben wir offensichtlich nur eine zusätzliche Delle im Kiel. Jetzt reichts, angelegt am Anleger für Fahrgastschiffe und dann kam das Gewitter mit gigantischen Böen. Sand und dreckiges Regenwasser landete auf unserem Deck. -toll. nachdem an diesem Tag der Wasserfilter schon einmal zugesetzt war wurde er erneut kontrolliert - und - wieder abgefüllt. Nun eine Aufgabe jeden Abend. Wenigstens nur 700m zum tanken und 100m zum Aldi. Gute Nacht!
5. Etappe - Sehnde - Sachsenhagen
Nachdem wir an der Außenpier in Sehnde noch Wasser getankt haben, sind wir mit etwas Verzögerung losgekommen. Heftiger Verkehr auf dem Mittellandkanal hat uns stark gebremst. Überholen der dicken Pötte lohnte nicht, da davor wieder einer langsam vor sich hin fuhr. Vor uns liegt die Hindenburgschleuse. Mit einem Hub von 14,7 m geht es nach kurzer Wartezeit nach zwei Partikulierern heftig abwärts. Nach wenig abwechslungsreicher Fahrt machen wir gegen 16.45 Uhr am Anleger Kleinfahrzeuge fest. Nach Anleger (Flasche Rotwein) Abendessen und abendlichem Absacker an Bord der Tara fallen wir ins Bett.
Montag, 4. Mai 2015
4. Etappe, Rühen - Sehnde
Das Wetter hatte sich mit Regen in der Nacht ausgetobt. Die Sonne schien und der Tag sollte nur eine Schleuse bringen. Vor unserer Standardzeit 10.00 Uhr wurde abgelegt. Vorbei am Volkswagenwerk, der Volkswagenarena, heftigem Treiben am Tor 1 (für die Besichtigungstouren) zur Schleuse Sülfeld. Dort 9,00 m am Schwimmpoller aufwärts geschleust. Bequem und schnell. Aus dem Elbeseitenkanal setzt sich ein Tanker vor uns und fährt langsam vor uns her. Überholen lohnt nicht, da andere davor genauso langsam sind. Also Schluss in Sehnde, beim MBC Sehnde.
Fahrräder auspacken, Tanken fahren und Lidl besuchen. Eine Maschine Wäsche sorgt für ultimative Sauberkeit an Bord -na, nach der Dusche im Vereinshaus. Morgen noch Wasser bunkern und wir sind wieder für mindestens vier Tage autark.
Fahrräder auspacken, Tanken fahren und Lidl besuchen. Eine Maschine Wäsche sorgt für ultimative Sauberkeit an Bord -na, nach der Dusche im Vereinshaus. Morgen noch Wasser bunkern und wir sind wieder für mindestens vier Tage autark.
3. Etappe Burg - Rühen (ehemaliger Grenzpunkt)
10.00 Uhr, das ist unsere Zeit. Der Tag langsam angewärmt, wir gewaschen, gestylt und gefrühstückt. Der Blick auf das Schiff verrät, Diesel noch genug, Öl ok, na dann los. Erstes Highlight des Tages - Schleuse Hohenwarthe und das Wasserstraßenkreuz Mittellandkanal über die Elbe. Fast ohne Warten konnten wir in das grandiose Bauwerk einfahren. Und dann geht es rd. 20m aufwärts. Wir hatten eine verständnisvolle Schleusenwärterin, sie hat uns vorsichtig nach oben befördert. Tara und Naima hatten die ganze Schleuse für sich. Danke für die sanfte Schleusung. Danach über die Elbe in der relativ neuen Trogbrücke. Unten die Elbe quer, schon irre! Nun Mittellandkanal. Viele Baustellen, viel Frachtverkehr und größere Frachter als in Berlin. Wo wollen die alle hin? In Rühen angekommen wird sogleich ein dort ansässiger Grieche gestürmt. Gutes Bier und gutes Essen, der Halt war klasse.
Sonntag, 3. Mai 2015
2. Etappe bis nach Burg
Nach 6 Std. Fahrt und drei Schleusen sind wir an einem öffentlichen Anleger in Burg fest. Zur Feier des Tages sollte ein Stadtrundgang und eine Kneipe her. Empfehlung der Einheimischen - der Rolandkeller. Doch Enttäuschung auf ganzer Linie. Der Rolandkeller hatte am Samstagabend wegen Reichtum geschlossen. Der Ort ist offensichtlich im 2. Weltkrieg von starker Zerstörung verschont geblieben. Viel alte Bausubstanz, die leider z.T. darauf wartet bearbeitet zu werden. Mit etwas mehr Engagement könnte Burg wieder toll werden. Nur eben jetzt noch nicht! Viele alte DDR-Wunden sind noch klaffend offen. Also was bleibt. Der Absacker an Bord! Unser Wein ist schon ok!
Unterwegs
Jetzt ist es tatsächlich so weit- wir sind unterwegs. Zwischen 10.00 Uhr und 11.00 Uhr wollten wir ablegen. Die Tara und Naima waren bereits um 10.00 startklar, also los. Viele unserer Klubkameraden, Freunde und Familie haben uns verabschiedet - mit lautem"getute".
Unsere erste Etappe führte uns bis Brandenburg an der Havel. Ein Stadtrundgang in der Buga-Stadt war interessant. Der Dom scheint für die 850 Jahrfeier gut gerüstet zu sein. Himmel und Menschen. Was soll das nur im Sommer werden?
Die Havel Marina hat für jede Leistung etwas extra haben wollen. So haben wir am ersten Tag auf Strom, Dusche und Müllentsorgung verzichtet.
Unsere erste Etappe führte uns bis Brandenburg an der Havel. Ein Stadtrundgang in der Buga-Stadt war interessant. Der Dom scheint für die 850 Jahrfeier gut gerüstet zu sein. Himmel und Menschen. Was soll das nur im Sommer werden?
Die Havel Marina hat für jede Leistung etwas extra haben wollen. So haben wir am ersten Tag auf Strom, Dusche und Müllentsorgung verzichtet.
Freitag, 17. April 2015
Zurück in der Heimat
Gestern ist wieder Naima ins Wasser gesetzt worden. Das Unterwasserschiff sieht sehr ordentlich aus. Die Hoffnung besteht, dass nun der Unterwasseraufbau die Anforderungen erfüllt, die an ihn gestellt werden. Die Zeit wird es zeigen. Insofern muss ich Yachttechnik Potsdam ein positives Agieren bescheinigen. Sie waren stehst bemüht, ein gutes Produkt abzuliefern. Die abgesprochenen Zeiten und Preise wurden eingehalten. Auch die abgesprochenen Regressarbeiten wurden wie vereinbart umgesetzt. Wenn es sich tatsächlich um einen Materialfehler handelt, der von Internationalfarben zu vertreten wäre, kann ich der Fa. Yachttechnik Potsdam einen guten Job bescheinigen!
Gleichzeitig sind die Arbeiten an der Kuchenbude durch Planenhandel Svendsen beendet worden. Ja, so hatten wir uns das vorgestellt. Die Erledigung der Arbeiten zeigt handwerkliches Können und Erfahrung. Jetzt ist unser Wintergarten an Bord fertig! Ein langes Thema ist nun gut beendet worden. Ich kann Svendsen mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Svendsen hat im Gegensatz zum erstbeauftragten Tomek in Stettin gerade Nähte gefertigt und gutes Material verwendet. Svendsen erhält von mir nur gute Kritiken!
Also jetzt in den Endspurt!
Gleichzeitig sind die Arbeiten an der Kuchenbude durch Planenhandel Svendsen beendet worden. Ja, so hatten wir uns das vorgestellt. Die Erledigung der Arbeiten zeigt handwerkliches Können und Erfahrung. Jetzt ist unser Wintergarten an Bord fertig! Ein langes Thema ist nun gut beendet worden. Ich kann Svendsen mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Svendsen hat im Gegensatz zum erstbeauftragten Tomek in Stettin gerade Nähte gefertigt und gutes Material verwendet. Svendsen erhält von mir nur gute Kritiken!
Also jetzt in den Endspurt!
Montag, 13. April 2015
Naima mit neuer Bauchbekleidung
Der Optimismus bei uns steigt wieder an. Nachdem Naima in der letzten Woche einen nackten Bauch hatte, ist sie heute wieder ordentlich bekleidet. Was hat sie nun wieder an? Eine Epoxid-Dickbeschichtung von Hempel und 5 Anstriche Hempel Epoxi-Primer. Danach wurden zwei Epoxid-Anstriche von West-System mit hohem Kupferstaubanteil als Antifouling aufgetragen. Nun wird Naima noch ein paar Tage an Land bleiben (bis Freitag) um schön hart und trocken zu werden, na und dann geht es in den Endspurt, sodass wir am 01. Mai ablegen können.
Samstag, 11. April 2015
Unterwasserstory Teil 3 b - oder: begebe dich direkt auf los und ziehe keine 7500,00 € ein
Am Dienstag nach Ostern war Naima nun eine Woche in der Werft. Es hat sich tatsächlich einiges getan. Alle Unterwasseranstriche waren wieder ab. Naima war an der Wand fixiert und wir konnten über eine Empore direkt einsteigen. Höher hätte unser Aufbau nicht seien dürfen. silent Wind und Antennen umgelegt. Dann voran!
Samstag, 4. April 2015
Reden ist Gold, schweigen schlecht!
Damit wir während unserer Reise mit unseren Freunden in Deutschland reden können, müssen wir ein Telefon haben. Dieses Gerät soll, aufgrund eines besonderen Tarifes der Vodafone, nun für uns in ganz Europa den Kontakt mit allen in der Heimat aufrecht erhalten. Dazu war ein Multitalent notwendig, dass uns mit allen Netzen im europäischen Ausland verbindet und uns auch den Mailverkehr als Hotspot ermöglicht. Daher mal wieder etwas Neues. Ein Handy, wassergeschützt, mit LTE Konnektivität, hoher Akkuleistung und und.... . Preislich sollte es sich unsere Bordkasse anpassen. Daher fiel unsere Wahl auf ein Sony xperia z3 Compact. Aufgepeppt mit der neuen Androit-software Lollipop hoffen wir jetzt gut vernetzt zu sein.
Kaum schwamm er, ward er schon wieder in der Werft! (Unterwasserstory Part 3)
Wie ihr in den älteren Posts nachlesen könnt, haben wir leichte Probleme mit unserem Unterwasserschiff. Yachttechnik Potsdam hat alles bis aufs Laminat heruntergeholt und anschließend in Epoxidharz -also Gelshield, mehrere Epoxidgrundierungen sowie Antifouling - auf Epoxibasis aufgebaut. Leider wurde bei einem Anstrich das Überstreichintervall nicht eingehalten, sodass sich die Anstriche nicht verbunden haben und nun bis dahin alles wieder runter muss. Yachttechnik Potsdam hat den Mangel anerkannt und hat mit uns vereinbart diesen innerhalb von drei Wochen in der Werft zu beheben. Also nach dem Abslippen direkt wieder in die Werft.
Mittwoch, 25. März 2015
Buchstäblich gekennzeichnet
Nun sind die Beschriftungen am Rumpf und der Badeplattform installiert. Nach einem Anruf bei Andreas Nies hat uns seine Firma Typographus die Namenszüge schnell und professionell erstellt. Wir haben sie heute im Nunsdorfer Ring abholen können und anschließend leicht aufkleben können. Überzeugt euch selbst.
Sonntag, 22. März 2015
Fwd: Einmal rund Westeuropa?
>
> Vor vielen Jahren hat uns das Reisefieber gepackt. Einmal um die Welt? Das erschien uns dann doch eine Nummer zu groß für uns und unsere "Naima". Also wuchs während einer Reise in die Türkei der Wunsch in Regina und mir: " Hier müsste man mit dem eigenen Schiff segeln". Mein Arbeitgeber ermöglichte mir eine Altersteilzeit-Regelung, so dass wir schon längere Zeit mit "kleinem" Einkommen leben müssen. Über die fünf aktiven Berufsjahre wurde das Schiff langfahrttauglich gemacht, -neue Maschine, neues Teackdeck, frisches Unterwasserschiff, Segel, Bimini, Windgenerator, Solarzellen, Bordtoilette, Außendusche, Badeplattform, LED-Beleuchtung, Funkgerät, AIS, Plotter, Wetterschreiber, Epirb, Rettungsinsel, Ankerkette, Seekarten usw. wurden angeschafft bzw. eingebaut. Jetzt scheint alles klar zu sein. Regina hat einfach ihren Job als Tagesmutter an den Nagel gehängt und so haben wir jetzt die Zeit um länger an Bord zu sein.
>
> Bloß wie kommt man dahin? Die Segelei über die Nordsee und den Atlantik ins Mittelmeer ist anstrengend und viel gegen die herrschenden Winde. Also warum nicht anders herum? Der Weg durch Frankreich über die Kanäle ist uns versperrt, da Naima 1,85 m ins Wasser reicht und die Franzosen nicht tief genug gebaggert haben. Schade! Alternative? Die Donau bis ins Schwarze Meer.
>
> Von Berlin ins Schwarze Meer? Das bedeutet für uns, von Berlin mit gelegtem Mast unter Maschine die Havel abwärts, durch den Mittellandkanal, den Dortmund-Ems-Kanal, den Rhein, den Main, den Main-Donau-Kanal, in die Donau und dann rund 2000 km mit der Donau bis ins Schwarze Meer. Durch 8 Staaten mit vielen interessanten Orten. Also dann los!
>
> Vorher muss Naima noch mal in die Werft, weil am Unterwasserschiff Nacharbeiten durch die Yachtwerft Potsdam vorgenommen werden und dann wollen wir Ende April starten.
>
> Wer ist wir?
> Wir das sind Regina und der Autor des Artikels, Michael Seiffert, mit der Naima, einer Granada 35 sowie Christiane und Hubert Burbach mit der Tara, einer Moody 34, die sich entschlossen haben mit uns das Abenteuer zu teilen. Also sind wir im Konvoi unterwegs und können uns gegenseitig unterstützen. Für uns vier wird damit alles etwas leichter. Wir hoffen, viele Erlebnisse auf unserer Reise einzusammeln und diese unserer Lebenserfahrung hinzuzufügen.
>
> Wir werden über unsere Erlebnisse regelmäßig berichten. Diese Berichte können auf unserer Homepage mit angeschlossenem Blog unter www.naima-berlin.de nachgelesen werden. Dort versuchen wir aktuell zu berichten und Bilder einzustellen. Da die Naima ein aktives AIS an Bord hat, können wir auch ständig über die App "Marine Traffic" geortet werden. Vielleicht sind ja mal Kameraden in unserer Nähe und möchten mit uns an Bord anstoßen? Die Möglichkeit besteht!
>
> Unser Ziel des ersten Jahres heißt Nord- Griechenland. Dort wollen wir unsere Schiffe zum Winter einlagern um die kalte Jahreszeit nicht an Bord verbringen zu müssen. Wir werden uns dann in ein Flugzeug setzen und Kameradschaft und Freundschaft in Berlin pflegen. Im Frühjahr des folgenden Jahres geht es dann weiter.
>
> Wann sind wir mit den Schiffen wieder im Spandauer Yacht-Club?
> Diese Frage können wir sehr leicht beantworten, da sie aus unserem Herzen kommt. Wir werden nur so lange unterwegs sein, wie wir Spaß an der Sache haben und der große Lenker allen Schicksals uns dazu die Zeit gibt. Da wir noch nie länger als 4 Wochen an Bord waren, können wir überhaupt nicht abschätzen, ob wir ggf. schon bald von der Enge zuviel haben oder mit anderen Situationen nicht klar kommen. Wir haben uns daher gegenseitig versprochen alles auf Start zurückzudrehen und aus diesen Erfahrungen unsere Schlüsse zu ziehen. Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass wir schon bald wieder mit dem Schiff im Spandauer Yacht-Club festmachen. Sollten wir jedoch die Möglichkeit haben unsere Zeit zu genießen, werden wir voraussichtlich 5 - 7 Jahren das Schiff nicht in der Scharfen Lanke anbinden. Da wir uns alle Optionen offen halten, sollten wir auch erst unsere gesunde Rückkehr feiern, wenn es dann nach langer Zeit so ist. Bis dahin lasst uns das Abenteuer beginnen!
>
> Micki (Michael Seiffert)
>
>
> Vor vielen Jahren hat uns das Reisefieber gepackt. Einmal um die Welt? Das erschien uns dann doch eine Nummer zu groß für uns und unsere "Naima". Also wuchs während einer Reise in die Türkei der Wunsch in Regina und mir: " Hier müsste man mit dem eigenen Schiff segeln". Mein Arbeitgeber ermöglichte mir eine Altersteilzeit-Regelung, so dass wir schon längere Zeit mit "kleinem" Einkommen leben müssen. Über die fünf aktiven Berufsjahre wurde das Schiff langfahrttauglich gemacht, -neue Maschine, neues Teackdeck, frisches Unterwasserschiff, Segel, Bimini, Windgenerator, Solarzellen, Bordtoilette, Außendusche, Badeplattform, LED-Beleuchtung, Funkgerät, AIS, Plotter, Wetterschreiber, Epirb, Rettungsinsel, Ankerkette, Seekarten usw. wurden angeschafft bzw. eingebaut. Jetzt scheint alles klar zu sein. Regina hat einfach ihren Job als Tagesmutter an den Nagel gehängt und so haben wir jetzt die Zeit um länger an Bord zu sein.
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> Bloß wie kommt man dahin? Die Segelei über die Nordsee und den Atlantik ins Mittelmeer ist anstrengend und viel gegen die herrschenden Winde. Also warum nicht anders herum? Der Weg durch Frankreich über die Kanäle ist uns versperrt, da Naima 1,85 m ins Wasser reicht und die Franzosen nicht tief genug gebaggert haben. Schade! Alternative? Die Donau bis ins Schwarze Meer.
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> Von Berlin ins Schwarze Meer? Das bedeutet für uns, von Berlin mit gelegtem Mast unter Maschine die Havel abwärts, durch den Mittellandkanal, den Dortmund-Ems-Kanal, den Rhein, den Main, den Main-Donau-Kanal, in die Donau und dann rund 2000 km mit der Donau bis ins Schwarze Meer. Durch 8 Staaten mit vielen interessanten Orten. Also dann los!
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> Vorher muss Naima noch mal in die Werft, weil am Unterwasserschiff Nacharbeiten durch die Yachtwerft Potsdam vorgenommen werden und dann wollen wir Ende April starten.
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> Wer ist wir?
> Wir das sind Regina und der Autor des Artikels, Michael Seiffert, mit der Naima, einer Granada 35 sowie Christiane und Hubert Burbach mit der Tara, einer Moody 34, die sich entschlossen haben mit uns das Abenteuer zu teilen. Also sind wir im Konvoi unterwegs und können uns gegenseitig unterstützen. Für uns vier wird damit alles etwas leichter. Wir hoffen, viele Erlebnisse auf unserer Reise einzusammeln und diese unserer Lebenserfahrung hinzuzufügen.
>
> Wir werden über unsere Erlebnisse regelmäßig berichten. Diese Berichte können auf unserer Homepage mit angeschlossenem Blog unter www.naima-berlin.de nachgelesen werden. Dort versuchen wir aktuell zu berichten und Bilder einzustellen. Da die Naima ein aktives AIS an Bord hat, können wir auch ständig über die App "Marine Traffic" geortet werden. Vielleicht sind ja mal Kameraden in unserer Nähe und möchten mit uns an Bord anstoßen? Die Möglichkeit besteht!
>
> Unser Ziel des ersten Jahres heißt Nord- Griechenland. Dort wollen wir unsere Schiffe zum Winter einlagern um die kalte Jahreszeit nicht an Bord verbringen zu müssen. Wir werden uns dann in ein Flugzeug setzen und Kameradschaft und Freundschaft in Berlin pflegen. Im Frühjahr des folgenden Jahres geht es dann weiter.
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> Wann sind wir mit den Schiffen wieder im Spandauer Yacht-Club?
> Diese Frage können wir sehr leicht beantworten, da sie aus unserem Herzen kommt. Wir werden nur so lange unterwegs sein, wie wir Spaß an der Sache haben und der große Lenker allen Schicksals uns dazu die Zeit gibt. Da wir noch nie länger als 4 Wochen an Bord waren, können wir überhaupt nicht abschätzen, ob wir ggf. schon bald von der Enge zuviel haben oder mit anderen Situationen nicht klar kommen. Wir haben uns daher gegenseitig versprochen alles auf Start zurückzudrehen und aus diesen Erfahrungen unsere Schlüsse zu ziehen. Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass wir schon bald wieder mit dem Schiff im Spandauer Yacht-Club festmachen. Sollten wir jedoch die Möglichkeit haben unsere Zeit zu genießen, werden wir voraussichtlich 5 - 7 Jahren das Schiff nicht in der Scharfen Lanke anbinden. Da wir uns alle Optionen offen halten, sollten wir auch erst unsere gesunde Rückkehr feiern, wenn es dann nach langer Zeit so ist. Bis dahin lasst uns das Abenteuer beginnen!
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> Micki (Michael Seiffert)
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Dienstag, 17. März 2015
Das Baden wird vorbereitet- da bist du platt
Die Badeleiter wurde nun durch eine klappbare Badeplattform ausgetauscht. Beim segeln wird sie einfach hochgeklappt und liegt dann am Spiegel an. Die Badeleiter ist darin integriert. Damit ist nun alles für das Bad im Mittelmeer vorbereitet. Ebenso ist das im Mittelmeer übliche rückwärts anlegen nun erleichtert. Lasst es wärmer werden, damit wir endlich ins Wasser springen können.
Sonntag, 15. März 2015
Kampf den proletarischen rumänischen Blutsaugern
Da wir die Donau Richtung Osten fahren, kommen wir mit Lebewesen in Berührung für die wir als Mitteleuropäer willkommene Opfer sein sollen. Diese kleinen Mistviecher warten auf uns - als besondere Delikatesse. Sie kümmern sich meist nicht um die Eingeborenen, sondern stürzen sich auf mitteleuropäisches Frischfleisch. Gegen dieses Pack hilft nur vorbeugen. Also verrammeln wir alle Bootsöffnungen um die Viecher möglichst außenbords zu halten. Damit die Luft im Innern nicht zu knapp wird, müssen also überall Mückengitter her.
Samstag, 28. Februar 2015
Die Wetterstation überwacht bereits jetzt alle Wetterkapriolen
Da wir ein älteren Navtex-Empfänger an Bord hatten und der nur ganz bestimmte Wetternachrichten empfangen konnte mussten wir uns für das neue Revier mit neuer Technik ausrüsten. Die Mörer Wetterbox Wib 4 S empfängt neben den nationalen und internationalen Navtex-Meldungen auch über Kurzwelle die Wetterberichte des Deutschen Wetterdienstes. Der DWD sendet Wettermeldungen für das gesamte Mittelmeer, Nord-und Ostsee sowie Atlantik. Damit erhalten wir für unser gesamtes Reisegebiet immer alle Wettervorhersagen. Darüber hinaus zeichnet ein Barograph alle Luftdruckveränderungen mit.
Montag, 23. Februar 2015
Der Kettenkasten ist wieder voll
Im Mittelmeer werden die über 70 m Cromox-Kette gebraucht. Heute ist sie in den erweiterten Kettenkasten gezogen worden. Trotzdem ist jetzt noch Platz für Fender und Festmacher.
Freitag, 13. Februar 2015
Versicherungsprobleme II
Nachdem Maria Busch (unsere Versicherungsmaklerin) mit der ESA Kontakt aufgenommen hatte, unser Wertgutachten der Versicherung übermittelt wurde und wir erklärten, dass wir keinen anderen Weg - außer Landtransport oder über die Nordsee und Atlantik - aufgrund unseres Tiefgangs haben, hat sich die Versicherung doch bereit erklärt für 20% Aufschlag in der Zeit und eine angehobene Selbstbeteiligung, das Schiffchen zu versichern. Wir sollten es jedoch unter ständiger Aufsicht halten. Einen Punkt, den wir nicht gewährleisten konnten. Also erneute Intervention - nun also ohne ständige Überwachung! Also jetzt ist endlich versicherungstechnisch alles klar zur Abfahrt.
Mit viel Energie I
Da wir wohl hin und wieder ohne Stromversorgung von Land auskommen müssen, war die Erweiterung unserer Batteriekapazität notwendig. Nach vielen Recherchen sind wir nun zu einer amerikanischen AGM-Batterie gekommen. Diese Batterie wird in Golfcars und ähnlichen Geräten verwendet und erschien uns daher gut genug. Diese Art der Batterien ist auslaufsicher, verträgt großer Ladeströme und war mit einer Leistung von 260 Ah für uns genau richtig.
Freitag, 30. Januar 2015
......fest angekettet.....und verankert
Damit wir nicht nur den Bug- Anker legen können, haben wir uns auch für das Heck ein recht ordentliches Ankergeschirr zugelegt. Es besteht aus dem neuen M-Anker, einem Köcher für die Kette sowie 30m Gurtband. Der Anker wird, wenn er nicht gebraucht wird, mit einer speziellen Halterung an der Seereling gehalten. Die Kette, sowie das gesamte Ankergeschirr für den Heckanker hat ein Vermögen gekostet. Ich danke an dieser Stelle allen Kollegen, die zu meiner Verabschiedung heftig gespendet haben, damit unser Schiffchen immer gut verankert ist.
Fest angekettet
Im Mittelmeer können wir unsere vorhandene Edelstahl-Ankerkette nicht einsetzen, da die Legierung der Kette für warmes Salzwasser nicht hochwertig genug ist. Die alte Kette würde sich zersetzen und die Zugkraft fast halbieren. Daher musste eine höher legierte Kette her. Diese Kette wird in Deutschland produziert und kommt im Preis schon relativ nahe an ein Goldkettchen. Es ist jedoch nur eine elektropolierte Cromox Duplex - Edelstahlkette. Das Kettenglied kostet ca. 0,83 €. Pro Meter hat sie 42 Kettenglieder. Wer nachrechnen möchte, wir haben 80 m bestellt. Davon werden 70 m am Bug als Hauptankerkette zum Einsatz kommen. Die restlichen 10 m werden für den Heckanker benötigt.
Gut sieht sie schon aus - eigentlich zu schade um unter Wasser zu verschwinden. So haben wenigstens die Fische einen guten Anblick.
Gut sieht sie schon aus - eigentlich zu schade um unter Wasser zu verschwinden. So haben wenigstens die Fische einen guten Anblick.
Sonntag, 25. Januar 2015
Versicherungsprobleme I
Wir sind seit 10 Jahren bei der European Ships Assekuranz (ESA) vollkaskoversichert. Im Dezember habe ich über die Versicherungsmaklerin angefragt, was uns die Erweiterung des Fahrtgebietes für unsere Reise über das Schwarze Meer, Mittelmeer und Atlantik inclusive Biscaya kosten würde. Am Freitag, nach über drei Wochen, erhalten wir nun die Rückantwort, dass die ESA weder das Schwarze Meer noch die Biscaya als Fahrtgebiet versichert. Na toll! Sollen wir uns da irgendwie darüber hinweg beamen? Wir haben ein Segelboot und kein Raumschiff! Ich bin gespannt, an wem es liegt, Versicherungsmakler oder Versicherung selbst.
Ich werde berichten.
Ich werde berichten.
Sonntag, 11. Januar 2015
Raum ist in der engsten Spitze
Da wir im Mittelmeer häufiger mit Ankergründen rechnen müssen, die tiefer als 20m sind, müssen wir uns darauf einrichten mehr Ankerkette mitzuführen. In den Mittelmeerforen wir empfohlen, mindestens 70m Kette an Bord zu haben. Da unsere Nirokette bisher nur 50m lang ist und für das Mittelmeer eine höhere Legierung empfohlen wird, bleibt nur eine komplette Neubeschaffung übrig. Leider fehlte uns der passende Raum im Ankerkasten. Daher musste eine Erweiterung des Ankerkastens vorgenommen werden. Zum Glück war da noch unter dem Ankerkasten ungenutzter Raum.
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