Mittwoch, 24. Mai 2017
Dienstag, 23. Mai 2017
Rio Traffic, Rio Traffic for Sailingboat Naima
Der Morgen in Trizonia zeigt sich von der sonnigen Seite. In aller Ruhe wird gefrühstückt. Anschließend versteckt sich Gina unter Deck, um alles aufzuklaren, während der Kapitän an Deck alles klar macht zum Auslaufen. Ziel ist heute Marina Patras. Auf dem Weg dahin müssen wir die riesige Hängebrücke passieren, die den Pelepones mit dem Festland verbindet. Die Durchfahrtshöhe beträgt über 40 m und man muss sich per Funk bei der Traffic-zentrale melden, die bezeichnender Weise auf den Rufnamen Rio - Traffic reagiert.
Also verabschieden wir uns bei Jutta und Rainer, sowie bei Babsy und Bernd. Es war eine tolle Zeit mit den beiden anderen Schiffsbesatzungen, die Trizonia in noch besserem Licht erscheinen ließ.
Der Wind meinte uns nicht voran treiben zu müssen und so musste die Maschine wieder arbeiten. Die gigantische Hängebrücke kam immer näher. Dann etwa 7 sm vor der Brücke meldete ich uns per Funk an. Uns wurde die Durchfahrt genehmigt und zur Passage die nördliche Öffnung zugewiesen, da wir mit 16 m Masthöhe locker durch die seitlichen Teile der Brücke passten. Zusätzlich sollten wir uns noch einmal 1sm vor der Brücke melden, um abschließende Instruktionen zu erhalten. Diese unterschieden sich jedoch nicht von den zuvor erhaltenen, sodass wir die Brücke wie vorgegeben passierten. Wenig später liefen wir in den Hafen der Marina Patras ein. Uns wurde ein Platz am zweiten Steg zugewiesen, an dem wir uns mit Mooringleine rückwärts befestigten. Für drei Nächte buchten wir uns gleich ein und bezahlten incl. Strom und Wasser 60 € für alles. Sogleich trieb es uns in die agile Stadt. Nach einer tollen Pizza in einer Fußgängerzone kamen wir auch noch an einer Autovermietung vorbei und beschlossen wegen Christi Himmelfahrt lieber gleich zu Lidl zu fahren. Erstaunlich, welche Vorräte an Bord wieder Platz fanden. Morgen schauen wir uns auf dem Pelepones um.
Also verabschieden wir uns bei Jutta und Rainer, sowie bei Babsy und Bernd. Es war eine tolle Zeit mit den beiden anderen Schiffsbesatzungen, die Trizonia in noch besserem Licht erscheinen ließ.
Der Wind meinte uns nicht voran treiben zu müssen und so musste die Maschine wieder arbeiten. Die gigantische Hängebrücke kam immer näher. Dann etwa 7 sm vor der Brücke meldete ich uns per Funk an. Uns wurde die Durchfahrt genehmigt und zur Passage die nördliche Öffnung zugewiesen, da wir mit 16 m Masthöhe locker durch die seitlichen Teile der Brücke passten. Zusätzlich sollten wir uns noch einmal 1sm vor der Brücke melden, um abschließende Instruktionen zu erhalten. Diese unterschieden sich jedoch nicht von den zuvor erhaltenen, sodass wir die Brücke wie vorgegeben passierten. Wenig später liefen wir in den Hafen der Marina Patras ein. Uns wurde ein Platz am zweiten Steg zugewiesen, an dem wir uns mit Mooringleine rückwärts befestigten. Für drei Nächte buchten wir uns gleich ein und bezahlten incl. Strom und Wasser 60 € für alles. Sogleich trieb es uns in die agile Stadt. Nach einer tollen Pizza in einer Fußgängerzone kamen wir auch noch an einer Autovermietung vorbei und beschlossen wegen Christi Himmelfahrt lieber gleich zu Lidl zu fahren. Erstaunlich, welche Vorräte an Bord wieder Platz fanden. Morgen schauen wir uns auf dem Pelepones um.
Montag, 22. Mai 2017
Trizonia - Traum einer anderen Zeit
Hier im Hafen liegen seit vielen Jahren Schiffe, vollkommen verlassen und niemand kennt deren Eigner. Sie verrotten und vergammeln, da das Liegen in diesem Traum alter Zeiten nichts kostet. Ein Zweimaster ist im Hafen versunken und es schauen nur noch die Masten aus dem Wasser. Der angeblich deutsche Eigner des Schiffes ist nicht mehr aufzufinden. Eine Attraktion für Taucher bei dem glasklaren Wasser. Der Rundgang über die kleine verträumte Insel, ohne Autos und Motorräder führt uns von einer schönen Ecke zur nächsten. Die Blicke über den gesamten Golf von Korinth sind sagenhaft. Man versucht Grundstücke und Gebäude zu verkaufen, wenn auch zu Phantasiepreisen. Diese ruhige Insel lässt allen Stress von dir abfallen und lädt ein zum Verweilen. In einem Café am Hafen treffen wir nach unserem Inselrundgang unsere Ehem. Berliner Nachbarn, Bernd und Barbara, und wenig später die Hessen Jutta und Rainer von dem anderen deutschen Segelboot. Ein netter Nachmittag, mit traumhaftem Ausblick auf die Berge des griechischen Festlandes, rundet das Treffen der Minicomunitie ab. Wir alle sind uns bewußt, ein Privileg zu haben, diesen schönen Tag hier verleben zu dürfen. Trotzdem werden wir morgen nach Patras weiterziehen, um neue Eindrücke zu sammeln, wenn die Wettervorhersage stimmt und der Sturm morgen nachlässt.
Samstag, 20. Mai 2017
Kleine Ursache - große Wirkung
Nun ist es mit einem 36-jährigen Bötchen manchmal so, dass sich ein Umstand herausstellt, den man so schnell nicht lokalisieren kann. So hatten wir seit letztem Jahr immer wieder etwa 1/4 l Wasser neben der Motorbilge und konnten nur feststellen, das Wasser kommt von hinten. Also wurde das Stevenrohr vom Ruder abgeschmiert. Erfolglos! Es war Salzwasser, also konnte es nicht von der Heckdusche kommen. War ein Auspufftopf defekt? Oder, oder.... Gestern war es nun so weit. Spiegelglattes Wasser und wir mussten unter Maschine fahren. Lange Zeit geradeaus. Genau das Richtige um hinten die Einbauten herauszunehmen um dem Minirinnsal in der Bilge zu folgen. Nein, er kommt nicht von hinten aus der Mitte - Stevenrohr - sondern etwas davor von Backbord. Was ist auf der Backbordseite? Der Auspuff! Aber wir haben diese Erscheinung auch beim Segeln. Bei näherer Untersuchung stellen wir fest, dass am Durchlass des Auspuffs die Dichtmasse schon nach 36 Jahren porös geworden ist und dem Wasser nicht mehr stand hält. Genau das Richtige für den heutigen Tag. Wir liegen in Trizonia im Innenhafen gegen Wellen geschützt. Der Wind bläst aus vollen Rohren und wir wollen sowieso nicht gegenan. Also das Auspuffrohr neu abgedichtet, anschließend auf dieser wunderschönen Insel spazieren gegangen und relaxt. Gegen Nachmittag ein Plausch mit Jutta und Rainer aus Wiesbaden, die auch ähnlich wie wir, das schlechte Wetter hier abwarten wollen. Wahnsinn, --- schon ist der Tag vorbei.
Freitag, 19. Mai 2017
Sommertraum?
Die Nacht war ruhig, Naima schaukelte nicht, da der Wind zur Nacht ebenfalls schlafen ging. Wir wachten morgens auf --- und--- die Sonne schien, ohne dass sich wesentliche Wolken am Himmel zeigten. Nach ausgiebigem Frühstück füllten wir noch den Wassertank auf und legten mit dem Dieselwind Richtung Trizonia ab. Vor uns, auf dem zweithöchsten Berg Griechenlands, dem Parnassos, lag Schnee. Wir fuhren an einer kleinen vorgelagerten Insel mit kleiner Kirche vorbei. Unser Taxifahrer vom Vortag hatte uns erklärt, dass einmal im Jahr eine große Feier auf der Insel stattfindet. Zuerst beten in der Kapelle und dann gemeinsam feiern. Kann man sich hier gut vorstellen. Da auch im Golf von Korinth kein Wind war, ließen wir uns kurz treiben, um auf der Badeplattform, ungesehen von anderen Menschen, zu duschen. Wir kamen an wunderschönen Bergen mit bizarren Einschnitten und Olivenbaum bedeckten Tälern vorbei. Auf der anderen Seite ragten die bizarren Berge des Pelepones in die Höhe. Dann kommt die kleine Insel Trizonia in Sicht. Vor hohen Bergen auf dem Festland eine kleine Insel mit innenliegendem Hafen, der in jede Windrichtung geschützt ist. Im Hafen können wir an der geschützten Außenmole anlegen. Es gibt zwar kein Strom und kein Wasser, aber unbedingte Ruhe und Schutz. Hier kann man bei jeder Witterung entspannen. Gegen Abend bezieht sich der Himmel erneut und es fängt an zu tröpfeln. Für die nächsten Tage ist wieder Wind und Regen angesagt aber danach kommt der Sommer.
Donnerstag, 18. Mai 2017
Schaukel, Schaukel und Ostseewetter
Kaum waren wir durch den Isthmus durch, wurde das Wetter immer schlechter. Wir waren gut in Galaxidi fest, hatten einen Platz der uns Sicherheit vor hohen Wellen bot und hatten Zeit. Wir wollten nach Delphi, nach Möglichkeit bei schönem Wetter, doch es regnete. Da wir vor einem Café lagen, mit free wifi, wurde dort der Absacker am Abend getrunken. Der folgende Tag lief unverändert. Der Wind stürmte, es regnete und wir waren mit der Pflege der Augen beschäftigt. Reinigungsarbeiten und Softwareupdates waren tagesfüllend. In der Nacht legte der Wind noch zu und so heulten und schaukelten wir durch die Nacht, bei Temperaturen um 13 Grad. Am Morgen kamen unsere britischen Nachbarn um 11.30 Uhr aus Delphi zurück und berichteten, dass heute der Tag des offenen Denkmals sei und in Delphi kein Eintritt verlangt würde. Der Geiz siegte! Schnell wurde ein Taxi geordert, dass uns auch sogleich nach Delphi brachte, dort 2 Std. wartete und uns gegen Nachmittag wieder zurück zum Bötchen brachte. Auf dem Weg zu den historischen Stätten fuhren wir durch Olivenhaine, die schier nicht enden wollten. Da wir tatsächlich keinen Eintritt zahlen mussten, beschlossen wir auf Empfehlung des Taxifahrers Olivenöl zu kaufen. Das beste Öl, das wir je zu kosten bekamen.
Delphi stellte sich als unwahrscheinlich sehenswert heraus, wir konnten den Apollontempel, das Theater, das Stadion und den Tresor der Athener besichtigen. Der Blick von oben ins Tal war einmalig. Vor dem Apollontempel konnte ich sogar mein Orakel fotografieren. Trotz leichtem Regen hatte sich der Ausflug gelohnt!
Delphi stellte sich als unwahrscheinlich sehenswert heraus, wir konnten den Apollontempel, das Theater, das Stadion und den Tresor der Athener besichtigen. Der Blick von oben ins Tal war einmalig. Vor dem Apollontempel konnte ich sogar mein Orakel fotografieren. Trotz leichtem Regen hatte sich der Ausflug gelohnt!
Dienstag, 16. Mai 2017
Die Reise vom Sommer in den Winter
Die Nacht in Kiato war grausam. Wieder zeigt sich, dass Griechen keine Häfen bauen können. Der Wind bläst in der Nacht mit 6 Bft. und dadurch wird unser Schiffchen von den in den Hafen laufenden Wellen hin und her geschauckelt. Zwischendurch ruckt der Festmacher und so war an Nachtschlaf wenig zu denken. Also flüchten wir am Morgen Richtung Galaxidi. Zuerst unter Segel, Wind von hinten - toll! Nach einer Std. Flaute - Segel herunter, Motor an! Dann Wind gegenan, dann Flaute, dann Sturm, der abnimmt, daher Segel hoch. Plötzlich der Wind dreht und Regen wäscht unser Segel. Nach heftigem Aufwand erreichen wir unser Ziel bei frostigen Temperaturen um 20 Grad. Auf dem benachbarten Berg liegt Schnee. Brrrrh. Der Ort ist toll, der Hafen ruhig. Hier werden wir ausruhen und das Orakel von Delphi befragen.
Montag, 15. Mai 2017
Traumlose Nacht - Echt Kölnisch Wasser - 47 11?
Nachdem wir unter ganzer Volvo Kraft nach Aegina gekommen sind, haben wir mit den deutschen Dragonfly - Seglern Kathrin und Herbert - das eine oder andere Bier in der Taverne des Aeginer Segelvereins genossen. Als wir zu Naima zurück kommen, war der Wind erheblich aufgefrischt und der Anker um ca 1 m gerutscht. Warnstufe 1! Angesagt war Ankerwache vom Captain durch die Nacht! Der Hafen knüppeldicke voll und unter dem Ruder dicke Steine. Wehe wenn der weiter rutscht! Tat er jedoch nicht und als am Morgen die ersten Plätze frei wurden, sind wir umgezogen. Der folgende Tag war mit Gesichtspflege - viel schlafen 😌 - ausgefüllt. Der schwache Wind blies aus der Richtung , in die wir wollten. Also war es genau richtig einen Tag Ruhe zu halten. Nach einem weiteren gemütlichen Abend mit den Drachenfliegern - Kathrin und Herbert hatten wir eine ruhige Nacht, bis der Montagsverkehr in Aegina uns weckte. Kein Wind! Wiederum schob uns Volvo voran. Frühstück wurde nach Kreuzfahrermanier auf See genommen. Teilweise wurden wir dabei von Delfinen begleitet. Wie in unseren Unterlagen empfohlen, meldeten wir uns zuvor per Telefon bei der Kanalverwaltung von der Straße von Korinth an. Sie bat uns 3 sm vor erreichen des Kanals auf UKW Kanal 11 eine erneute Meldung zu machen. Kaum waren wir angekommen durften wir erst einmal für die Passage Kölnisch Wasser abdrücken. 147,11 €. Nur die Hundert davor störte. Die Kanalpassage war ein echtes Erlebnis - eben nicht alltäglich. Die Passage erfolgte unter hohen Brücken und Anderen, die einfach im Kanal versanken. Schon nach 30 Min. waren wir im Golf von Korinth. Eine kurze aber ausgesprochen interessante Passage. Da die Sonne noch recht hoch stand, sind wir bis Kiato weitergefahren. Ein leichter Windhauch setzte ein und wurde erst zum kräftigen Starkwind, als wir im Hafen fest waren. In wenigen Minuten entstand vor dem Hafen eine riesige Welle - die uns jedoch nicht mehr tangierte. Morgen soll der Wind passen, um uns bis nach Galaxidi zu treiben. Dort hoffen wir eine gute Mooring zu treffen. Mal sehen!
Samstag, 13. Mai 2017
Der reine Stress
Am Morgen wachen wir nach einem netten Abend mit der Besatzung des Nachbarschiffes aus Basel, Mara und Werner, auf. Die Sonne versucht sich durch den Dunst hindurch zu arbeiten. Wind kommt direkt von oben. Also beschließen wir den Weg zur Straße von Korinth auf der uns bekannten Insel Aegina zu unterbrechen. Nach dem Frühstück stellen wir daher den Dieselwind für die rd. 16 sm an. Fritz steuert uns fast die gesamte Strecke. Im Hafen von Aegina bekommen wir einen Liegeplatz am Verein, müssen jedoch aufgrund von Steinen erheblichen Abstand von der Mole halten. Das Beiboot kommt zum Einsatz und bringt uns sicher an Land. Es ist schon schrecklich, wenn man 10 m bis zur Nahrungsaufnahme hat. Das Essen im Segelverein soll gut sein und ist öffentlich zugänglich. Morgen dreht der Wind gegenan, also warten wir bessere Verhältnisse ab. So ein Stress.
Freitag, 12. Mai 2017
Nachtrag Tatsächlich, es klappt
Ach ja, das mit dem Diesel muss noch Erwähnung finden. Da kam beim Nachbarn jemand Diesel liefern. Die Nachfrage , ob er auch für uns etwas hätte, führte zu prompter Lieferung in durchsichtigen Kanistern von je 20 l. Das Umfüllen in den Tank war eine Offenbarung. Mit einem Schlauch, der auf den Grund des Kanisters reichte und darüber hinaus tief in den Einfüllstutzen des Tanks hing, füllte er um. Zuvor stopfte er eine Plastiktüte in die Öffnung des Kanisters und darüber einen Lappen. Dann drückte er den Kanister so lange, bis der Diesel eigenständig vom Kanister in den Tank floss. Schnell wurde die Plastiktüte wieder entfernt und nach kurzer Zeit war Alles erledigt. So einfach geht es auch.
Tatsächlich, es klappt!
Am Donnerstag hatten wir unsere Kunststoff-Gasflasche einem Gashändler in die Hand gedrückt. Die Flasche landete auf einem Kleintransporter, oben auf anderen leeren Gasflaschen. Innerlich verabschiedete ich mich schon mal von meiner Flasche. Doch weit gefehlt, gestern bekamen wir die Flasche, zwar mit leichter Verspätung, geliefert. Auch das neue Dekpa konnte einfach bei der Port-Police in Empfang genommen werden. Nun sind wir bereit, mit vollen Tanks und allen Genehmigungen der Obrigkeit in See zu stechen. Es blieb sogar Zeit um den gigantischen Hafen zu laufen. Was hier besonders schmerzt, ist das unmittelbare Nebeneinander von Arm und Reich, Schönheit und Verfall sowie Unbeschwertheit und großer Sorge.
Donnerstag, 11. Mai 2017
Eben doch nicht typisch Greece
Zuerst haben wir uns vorgenommen alte Fehler zu bereinigen. Im Winter 2015/2016 haben wir uns in Nord-Griechenland eine Relingstütze verbogen. Wir haben eine Neue in Piräus kaufen können! Ein deutsches Produkt von Pfeiffer! Also austauschen war angesagt! Im Büro fragten wir nach, ob jemand unsere Gasflasche auffüllen würde. Natürlich wurde eine Verbindung zum örtlichen Gashändler hergestellt, der gem. Absprache die Flasche abholte, um sie morgen gefüllt wieder vorbei zu bringen. Nachdem auch noch die Wäscherei gem. Verabredung die saubere Wäsche von drei Wochen zurück brachte, waren alle Vorurteile bzgl. der griechischen Unzuverlässigkeit widerlegt. Da noch genug Zeit übrig war, sind wir zu Fuß am Fährhafen entlang gelaufen, mit dem Ziel ---- Lidl! Trinkwasser und das andere Lebenselixier Bier, sowie andere unbedeutende Lebensmittel mussten ergänzt werden. Auf unserem Weg sahen wir Gegenden, die wir hier nicht erwartet hatten. Manches fällt wohl bald zusammen. Ein Taxi brachte uns zurück zu Naima, die nun wieder tiefer in die Fluten eintaucht. Wenn wir morgen Gas und Diesel auffüllen können, ist Naima und seine Crew klar für weitere Abenteuer.
Mittwoch, 10. Mai 2017
Dekpa 2. Aufguss
Da wir in Piräus direkt vor der Port Police liegen, hat es mich nach dem Duschen nicht mehr gehalten. Ich musste unbedingt mal Nachfragen, wie es denn mit der neuen Befahrgenehmigung für die griechischen Gewässer bestellt ist. Meine alte Genehmigung ist ja seit diesem Jahr ungültig und muss nun erneuert werden. Die nette Beamtin atmete tief durch und fragte mich, wie lange ich denn wohl hier im Hafen bliebe. Als ich ihr antwortete, dass wir bereits am Freitag gegen 12.00 Uhr den Hafen verlassen, war sie noch bestürzter und sagte, das es normaler Weise 5 Tage dauert - wir es aber dann eben schneller machen müssen. Dazu füllte sie am Computer für mich einen e-Antrag aus. Dieser enthielt neben dem Namen des Owners, den Daten des Schiffes, auch die Namen der Eltern des Eigners. Darüber hinaus war an dem Antrag im unteren Bereich eine Zahlungsadresse, an die 50,00 € zu zahlen waren. Damit wir den Vorgang beschleunigen, sollte ich diesen Betrag bei einer Bank einzahlen und anschließend mit der Quittung der Bank, der Bootsregistrierung aus Deutschland, dem Führerschein, dem Personalausweis und der Versicherungsbestätigung wiederkommen. Also wackelten wir nach dem Frühstück mit dem Formular zur Bank. Nach kurzem Warten, konnten wir bei der Bank den Betrag bar einzahlen. Visakarte oder ec-Karte waren nur von der Bank zulässig. Zum Glück hatte ich das Geld in bar dabei. Dann gingen wir mit allen geforderten Unterlagen zurück zur Port Police. Nachdem wir auf einem Formular nochmal den Namen des Eigners, dessen Telefonnummer, seine Personalausweisnummer, seine Heimatadresse sowie seine e-Mailadresse ausgefüllt hatten, wiederholte sich das Gleiche für den Nutzer (in unserem Fall der Eigner) und den Kapitän (in unserem Fall ebenfalls der Eigner). Dann hatte ich alles mit Angabe des Schiffsnamens, dem Schiffsstempel (wiedermal gern gesehen) zu siegnieren. Zur Sicherheit sollte ich gleich mein altes Formular da lassen, um dann am Freitagmorgen das neue Dekpa abzuholen. Da sag nochmal einer, der Amtsschimmel wiehert in Deutschland.
Ich bin auf den 3. Teil am Freitag gespannt.
Ich bin auf den 3. Teil am Freitag gespannt.
Dienstag, 9. Mai 2017
Die Tempelritter?
Nachdem wir am Morgen in Nea Epidaurus im Hotel Aura geduscht hatten, sind wir bei nahezu total flauem Wind nach Aegina gemotort. Kurz vor dem Hafen drehte der Wind so heftig auf, dass wir zwei Anläufe brauchten, um unseren Anker ⚓️ fest im Grund einzugraben. Er erfüllte dann aber zuverlässig sein Werk und hielt uns von der Mole fern. Am folgenden Morgen mieteten wir einen Fiat Panda, um eine Runde über die Insel zu drehen. Besonders sehenswert war wieder der Tempel der Aphaia, einer der am besten erhaltenen klassischen Tempel aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Nach einem Zwischenstopp in Agia Marina, einem Bad im Salzwasser nähe Perdika, wurde eine Lunchpause in Perdika eingelegt. Der Einkauf im Supermarkt konnte leider nicht vorgenommen werden, da am Montag Nachmittag geschlossen war. Das Abschiedsessen mit Sabine und Rainer in einer Taverne in Aegina war köstlich und erinnerte uns daran, dass Die Beiden uns am Folgetag von Piräus aus verlassen wollten. Der Wind sollte im Laufe des Tages zunehmen, woraufhin wir bereits sehr früh aktiv wurden. Trotz ausgiebigem Frühstück trieb es uns schon um 8.30 Uhr auf das Wasser. Der Wind war bereits aktiv und hatte das Meer aufgewühlt. Mit gerefften Segeln rasten wir über die raue See in die Marina Zea nach Piräus. Ein unwahrscheinlicher Ritt. Gegen 18.00 Uhr stiegen Sabine und Rainer in den Flughafenbus und traten die Heimreise an.
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